Holzpellets sind kleine zylindrische Presslinge aus naturreinem Holz, in erster Linie aus Säge- und Hobelspänen. Um ihrem biologisch einwandfreien Image gerecht zu werden und um schädliche Emissionen zu vermeiden, dürfen nur naturbelassene Holzrohstoffe zu Pellets verpresst werden. Holzpellets werden unter hohem Druck hergestellt und weisen einen Heizwert von rund 5 kWh/kg auf, was etwa dem von einem halben Liter Heizöl entspricht.
Die Pelletierung von Holz zu Heizzwecken ist eine relativ neue Technologie. Sie wurde von der schon länger bestehenden Kompaktierung organischer und anorganischer Stoffe abgeleitet, um diese Materialien besser handhaben zu können.
Pellets haben Vorteile auch gegenüber anderen biogenen Fest- brennstoffen. So benötigen sie beispielsweise aufgrund ihrer hohen Energiedichte (650 kg/m³) ein geringeres Lagervolumen als Scheitholz oder Hackschnitzel. Sie sind schütt- und rieselfähig, können als lose Ware so bequem wie Heizöl mit dem Tankwagen geliefert, in den Lagerraum eingeblasen und durch ein automa- tisiertes Heizsystem verbrannt werden.
Unsere Pellets, die in hauseigenen Pelletöfen zum Einsatz kom- men, werden nach der DINplus Norm hergestellt. Ihr Ausgangs- material ist Industrierestholz aus Sägewerken, d.h. vor allem Sägemehl und Sägespäne – bei Engpässen auch Waldrestholz, das von uns vorbereitet wird. Wir haben uns von Anfang an der Her- stellung qualitativ hochwertiger Holzpellets verschrieben, um einen reibungslosen und effizienten Gebrauch bei unseren Kunden ge- währleisten zu können.
Die Tangermünder Holzpelletwerke GmbH strebt mit Beginn des regulären Betriebes zum 01.09.2009 ein Verfahren zur DINplus Pellet-Zertifizierung an, wodurch die Qualitätssicherheit des Produktes gegeben ist.
Da Pellets nur aus naturbelassenem Holz oder naturbelassener Rinde auch unter Zugabe von Presshilfsmittel hergestellt werden dürfen, sind sie mindestens den Anforderungen der Qualitätskriterien der DIN 51731 – HP5 unterworfen (Industriepellets). Um Pellets nach den Ansprüchen der DINplus Norm herzustellen, müssen auch die Parameter der strengeren ÖNORM M 7135 – HP1 eingehalten werden.
Den Anforderungen an den Rohstoff zur Pelletherstellung werden wir von vornherein gerecht, indem wir uns entschlossen haben, ausschließlich mit Holzspänen zu arbeiten, die aus naturbelassenem Holz und rindenfrei sind. Die Zertifizierungsprozedur zum Tragen des Gütesiegels DINplus erfolgt durch unser hochmodernes, eigens dafür eingerichtetes Prüflabor, welches sich auf dem Gelände der Tangermünder Holzpelletwerke GmbH befindet. Neben der Rohstoffkontrolle erfolgt hier die Qualitätssicherung wie auch die Qualitätsüberwachung unseres Produktes durch unser qualifiziertes Personal. Die Ergebnisse der Eigenüberwachung sind zu dokumentieren und im Zuge der Fremdüberwachung von einem staatlich anerkannten Prüflaboratorium zu überprüfen. Darüber hinaus finden in regelmäßigen Abständen unabhängige Kontrollen vom Prüflaboratorium im Werk statt, so dass die Qualität der Pellets zu jeder Zeit sichergestellt werden kann.
Die Pellets der Qualität DINplus stellen im Vergleich zu Pellets, die ausschließlich nach der Richtlinie der DIN 51731 – HP5 hergestellt werden, die qualitativ hochwertigeren Pellets dar und zeichnen sich durch eine hohe Dichte, eine geringe Restfeuchte und einen geringen Abriebwert aus.
Deshalb müssen sie einer Reihe weiterer Prüfungen unterzogen werden. Dazu werden immer wieder Proben aus allen Produktionsschritten genommen.
Die entnommenen Proben werden nach den Angaben der Gesellschaft für Konformitätsbewertung mbH in Berlin auf Abmaße, Rohdichte, Wassergehalt, Aschegehalt, Heizwert, Schwefelgehalt, Stickstoffgehalt, Chlorgehalt, Art und Menge der Presshilfsmittel sowie Abrieb überprüft. Bei einer positiv verlaufenden Bewertung wird die Produktionseinheit entsprechend gekennzeichnet.
Die Folien der verpackten Ware (15-kg-Säcke) oder die Begleitpapiere für lose Ware sind mit folgenden Merkmalen gekennzeichnet: Qualitätszeichen DINplus mit Registriernummer, Durchmesser in mm, Umgangshinweise Lager und Seriennummer (Produktionsjahr und Fertigungsstätte).